Bildung und Ausbildung
für Mädchen in Südamerika.
 
 

BolivienHerausforderungen

Gesundheit
Die medizinische Versorgung der ländlichen Bevölkerung ist unzureichend. Viele Anden-Bewohner leiden an Atemwegsinfekten. Daneben führen Mangelernährung, fehlende sanitäre Einrichtungen und schlechte Trinkwasserqualität zu Erkrankungen wie Durchfall, Tuberkulose und Malaria. Über zwei Drittel der Landbevölkerung leiden an der durch Wanzenbiss übertragenen Chagas-Infektion, die die Herzmuskeln angreift. Bolivien weist die höchste Kindersterblichkeit in Südamerika auf.

Bildung
Trotz allgemeiner Schulpflicht können wegen fehlender Schulen viele Mädchen und Jungen nicht zum Unterricht gehen. Nur wenige Kinder beenden die Grundschule, da sie oft schon früh bei der Haus- und Feldarbeit mithelfen müssen. Je nach Region und ethnischer Zugehörigkeit der Kinder unterscheidet sich das Lehrangebot stark. Viele Schulen sind schlecht ausgestattet. Neben Lehrmaterial, Tafeln und Schulmöbeln fehlen Wasserleitungen und sanitäre Einrichtungen.

Bolivien, FamilieLebensumfeld
Über die Hälfte der Familien lebt beengt in kleinen Häusern. Die Wasserstellen liegen meist in einiger Entfernung vom Dorf. In ländlichen Gebieten mangelt es oft an Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen.

Situation der Kinder
Gesundes Aufwachsen und das Recht auf eine Schulbildung sind vor allem für Mädchen nicht immer gewährleistet. Kinderarbeit und Gewalt gegen Kinder in Familien, Schulen und Gemeinden sind verbreitet.

Einwohner 9,5 Mio. (Deutschland: 82,6 Mio.)
Lebenserwartung 65 Jahre (D: 79 Jahre)
Kindersterblichkeit* 57 von 1000 (D: 4 von 1000)
Pro-Kopf-Einkommen 1.260 USD (D: 38.860 USD)
Alphabetisierungsrate** Frauen 98%, Männer 99%
Landesfläche 1.098.580 qkm (D: 357.030 qkm)
Hauptstadt Sucre, Regierungssitz: La Paz
Landessprache Spanisch, Ketchua, Aymára
Religion Christentum

*) pro 1.000 Lebendgeburten
**) bei Jugendl. (15–24 Jahre)
Stand 2009