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Steuerhinweise für Stifter

schuleIn Zeiten wachsender gesellschaftspolitischer Herausforderungen gewinnt privates Engagement zunehmend an Bedeutung.

Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und mit dem neuen Gesetz zur weiteren Stärkung des Bürgerschaftlichen Engagements die steuerlichen Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement verbessert.

Die im Herbst 2007 verabschiedete Regelung schafft insbesondere weitere Anreize, sich mit einer Stiftung an der Förderung des Gemeinwohls zu beteiligen.
Zudem ist das Spendenrecht durch das neue Gesetz einfacher, übersichtlicher und praktikabler geworden: So werden spendenbegünstigte und gemeinnützige Zwecke nunmehr einheitlich definiert – und zwar in nur noch einem Gesetz.

Außerdem wurden die steuerlich absetzbaren Fördersätze bei unterschiedlichen Förderzwecken vereinheitlicht.

Grundlagen der Einkommensteuer
Zuwendungen an gemeinnützige Stiftungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke zählen nach dem Einkommensteuergesetz zu den sogenannten „Sonderausgaben“.

Diese werden in der Steuererklärung vom „Gesamtbetrag der Einkünfte“ abgezogen und führen so zu einer Verringerung des zu versteuernden Einkommens – und damit der Steuerlast.

Bis zu 1 Mio. Euro steuerwirksam einbringen
Privatpersonen, Einzelunternehmen und Personengesellschaften können Zuwendungen in den Vermögensstock einer Stiftung auf Antrag im aktuellen Veranlagungszeitraum und in den folgenden neun Veranlagungszeiträumen mit bis zu einem Gesamtbetrag von 1 Million Euro steuerlich geltend machen (§10 b Abs. 1a S. 1 EStG; § 9 Nr. 5 S. 5 GewStG).

Jährlich bis zu 20% der Einkünfte spenden
Zusätzlich zum steuerlichen Abzug bei Zuwendungen in den Vermögensstock einer Stiftung können Privatpersonen, Einzelunternehmen und Personengesellschaften jährlich bis zu 20% des Gesamtbetrages der Einkünfte zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke geltend machen (§10 b Abs. 1 S. 1 EStG; § 9 Nr. 5 S. 5 GewStG).

Stiften aus Mitteln einer Erbschaft oder Schenkung
Für Vermögensgegenstände aus Erbschaften oder Schenkungen, die binnen 24 Monaten nach dem Zeitpunkt der Entstehung der Schenkung- bzw. Erbschaftsteuer in eine gemeinnützige (mit Ausnahme der Zwecke nach § 52 Abs. 2 Nr. 23 AO) oder mildtätige inländische Stiftung übertragen werden, erlischt die Erbschaft-/Schenkungsteuer mit Wirkung für die Vergangenheit; d. h. eine bereits geleistete Erbschaftsteuer wäre zurückzuerstatten (§ 29 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG). Dies gilt jedoch nicht, soweit für die Zuwendung die Vergünstigungen nach dem Einkommen-, Körperschaft- oder Gewerbesteuergesetz in Anspruch genommen werden.

Mit diesen Informationen wollen wir Ihnen einen Überblick über die aktuellen Steuervorteile im Zusammenhang mit gemeinnützigen Stiftungen geben. Die Beratung durch einen Steuerberater oder Rechtsanwalt kann sie im Einzelfall jedoch nicht ersetzen.